Revue passieren lassen

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Wenn ich zurückblicke auf meinen Aufenthalt an der Schule und im Kinderdorf, so kann ich mit Freude und Zuversicht zusammenfassen: Es läuft bestens.

Giri hat die Neubauprojekte, ‚Prof. Juckt Kindergarten‘ und ‚Fam. Affolter Officegebäude‘ mit weitsichtiger Planung, Liebe zum Detail und grosser Umsicht beim Bauen begleitet und immer gute, aber kostengünstige Lösungen gesucht. Den grosszügigen Spendern und Giri gebührt ein ganz grosses Dankeschön.
Madhan, die zweite Schlüsselperson in der Schule und den anderen Projekten, ist der Visionär, der auf dem Boden bleibt, da er die Realität nur allzu gut kennt. Kontakte zu Sponsoren, Spendern und GönnerInnen pflegt er mit Hingabe.
Allen Spenderinnen und Spendern kann ich versichern und bestätigen, dass mit ihren Spendengeldern sehr sorgsam umgegangen wird und dass Nachhaltigkeit bei allen Projekten zuvorderst steht.
Mein Heimfahrt beginnt mit der 4-stündigen Rückfahrt nach Chennai und ist sehr kurzweilig, da ich mit Madhan noch sehr viel zu besprechen habe. Am Abend sind wir mit ‚Chennai Giri‘ bei Himanshu Sahoo, dem Beistzer einer Hotelkochschule in Chennai. Er und seine Frau haben die AVS und das Kinderdorf besucht und er will mithelfen, die Küche des Kinderdorfes besser auszurüsten. Dazu hat er noch die Köchinnen zu einem Training in seine Schule eingeladen.
Wir werden von einigen seiner Schüler kulinarisch verwöhnt und verbringen einen sehr gemütlichen und lustigen Abend. Kurz vor Mitternacht komme ich am Airport von Chennai an, die Verabschiedung ist wegen dem vielen Verkehr kurz aber herzlich.
Ich rede bereits von „Ich komme bald wieder und bringe Doris mir.“ Wir lachen und winken uns ein letztes Mal zu. Indien, ich habe dich ins Herz geschlossen und ich bin bald zurück!

 

Blogbeitrag von Ursula Stiefel

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„Mathematik ist mein Favorit!“ – „Die Spiele mit den Deckeln der Wasserflaschen haben mir am besten gefallen!“ – „Ich springe so gerne über den grossen Würfel!“ – „Auf dem Boden mit der Kreide die Punkte zu malen, fand ich toll“.

Das sind Rückmeldungen der 5-7 jährigen Schulkinder, „first und second level“ der Arunachala Village School (AVS) an meinem letzten Schultag.

Ich habe ein Projekt „handelnde Mathematik an der Schuleingangsstufe“ initiiert. Es geht um den Handlungsaspekt „Erforschen, Argumentieren und Darstellen“ im mathematischen Kompetenzbereich des neuen Lehrplanes der Schweiz.

Der Mathematikunterricht an der AVS ist sehr eng geführt und auf die ganze Klasse ausgerichtet. Erforschen, selber ausprobieren und eigenes Darstellen sind keine integrierten Aspekte im Unterricht. Daher war die Begeisterung und Freude, welche die Schulkinder und auch die Lehrpersonen nach kürzester Zeit während des Projektes in den gemeinsamen Mathematikstunden ausstrahlten, ein wunderbares Bild. So warm und herzlich empfangen zu werden für den Mathematikunterricht, das kenne ich bei uns in der Schweiz nicht im gleichen Mass.

Die Kinder haben eine schnelle Auffassungsgabe und sie konnten, trotz sprachlicher Barrieren, die Aufträge verstehen und geschickt ausführen. „Ich glaube, dass „tun, ausprobieren und sichtbar machen“ die Grundpfeiler für das „schulische Lernen“ in jeder Kultur sind. Wenn ich die kreativen Spiele der indischen Kinder auf der Strasse, vor Ihren Häusern beobachtet habe, ist mir auch klar geworden, dass sie das dort mit einfachsten Mitteln tun: Steine, Holzstecken und Bäume sind „Hits number 1“. Das Ziel dieses Projektes war, dass gerade das von den Lehrpersonen verstanden wird. Einfache, vorhandene Materialen können in die Schule geholt werden, damit durch das Tun und das Darstellen rechnerische Kompetenzen „begriffen“ werden können.

Die Arunachala Village School legt mit der anregenden, liebevoll gestalteten Umgebung und einer gelebten Haltung von respektvollen und wertschätzenden Umgangsformen den besten Boden für das Lernen der Kinder dort. Mit diesem Projekt haben wir den „Grundpfeilern des handelnden Aspektes“ Aufmerksamkeit gegeben. Danke allen, welche das Projekt unterstützt haben! Danke allen, die weiterhin unterwegs sind, damit der „handelnde Aspekt“ sich auf der pädagogischen Hitliste („to do“) auf der Schuleingansstufe zuoberst „breit platzieren“ kann.

Nandri, nandri, nandri – to the children, teachers and all the others from the school and also to Res Frei! Es war eine wunderbare Erfahrung für mich!

Ursula Stiefel, Schulische Heilpädagogin

Matheprojekt mit PET-Deckeln in Südindien 13. – 23.2.2017