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Heute haben wir regen Besuch in der Schule und im Kinderdorf. Auslöser sind die Präsentationen im Dreaming Tree, wo  Madhan dieses Jahr die AVS und die Regenboog Projekte im grösseren Stil und mit viel Infomaterial auf allen Tischen und permanenter Videoprojektion, vorstellen konnte. Mit der Unterstützung von Vijay, dem umtriebigen und grosszügigen Wirt und Netzwerker erreichen wir das „perfekte Zielpublikum“. Es sind gemischte Gruppen aus verschiedenen Ländern, die auf exklusiven Rundreisen zum Meditieren in einen der Ashrams nach Tiruvannamalai kommen. Es sind Leute, die eine grosse Affinität zu Indien haben, finanzstark sind und vor Ort Zeit haben, sich die Projekte anzuschauen. Wir sind sehr gut vorbereitet und führen und betreuen die Besucher in Kleingruppen durch Kindergarten, Schule und Kinderdorf. Die jüngeren Mädchen kommen extra früher aus der Schule, damit das Kinderdorf belebt ist. Die Besuchergruppen sind hell begeistert und wir feiern den Tag als einen Neuanfang von Fundraising vor Ort. Zwei Frauen die aus dem Bildungsbereich kommen, wollen am liebsten grad hier bleiben und im Kindergarten mithelfen.
Den Abend verbringen Patricia und ich, wie fast immer im Kinderdorf. Ich habe mit den Mädchen ein richtiges Programm entwickelt und es ist schön zu sehen, wie einige eher verschlossene Mädchen, bei den tragischen Biographien, die sie mitbringen nicht verwunderlich, Vertrauen gewinnen und auch mitmachen. Erst wird, als Englischübung verpackt, vom Tag erzählt. z.B. I had a very … night. My morning was… My best friend at school… Dann folgt eine Runde mit Geschichten erfinden und erzählen. Gemeinsam haben wir die Spielregeln entwickelt und lachen oft und illustrieren das Geschehen mit allen Mitteln.
Ich war eben als erster dran, durfte dafür die Akteure selber wählen: Applaus, ich bestimme wer als nächstes dran ist. Nirmala has to tell a story with 2 elephants, a hunter and our friend, the tiger. Nach etwas Phantasierzeit geht’s los. Es ist ganz ruhig und alle fiebern mit, ob es gut ausgeht mit dem Jäger. Ab und zu wird auch in Tamil ergänzt.
Meist gibt’s dann einen Snack aus der Küche und wir gehen zum Versteckis spielen über. Grossartig auf einem solchen Gelände. Dann Nachtessen am grossen Outdoor-Tisch. Erneut ein schöner Abend mit mehrfachen good-byes and ’sweet dreams‘.
Bevor ich zu ’sweet dreams‘ übergehe will ich noch bloggen.
Wegen der Wassernot ist E. auch ins Officegebäude gezogen. Wir trinken einen Espresso, essen Früchte und kommen schon am frühen Morgen ins Philosophieren. Als gebürtiger Inder mit Familie hier, sind die Diskussionen mit ihm sehr ergiebig und bereichernd. Wir lassen kaum Themen aus, der Präsident der USA muss genauso Federn lassen wie sein indischer Kollege. Via das Aufwachsen und Leben in Südindien kommen wir zu unseren Lebensgeschichten und kommen uns schnell näher.
Erst um elf Uhr in der Schule anzukommen ist kein Problem, ich habe keinen Termin. Trotzdem geht’s sofort los mit Giri zum Metallbauer und Schweisser. Wir besprechen die Konstruktion die Spielgeräte für den Kindergarten. Eine Eigenproduktion ist viel stabiler und günstiger, als irgendwelche Fertigschaukeln oder ähnliches zu kaufen. Die Arbeitsweise ist eindrücklich. Mit Werkzeugen, die wir zum Basteln brauchen würden, wird hier solide Handwerkerarbeit geleistet, alles auf dem Erdboden. Jetzt steht eine grosse Fotosession an. Giri an der Kamera, ich am Diplome bzw. Geschenke verteilen. Im Kindergarten bekommen alle eine Farbstiftschachtel und in der Schule einen Chromstahlblechteller, beides für den täglichen Gebrauch in der Schule. Die Fotos bekommen die Kinder ausbelichtet mit nach Hause. Auch die ganze Lehrerschaft und der Staff muss noch hinhalten. Die Lehrerinnen sind etwas scheu und zieren sich, Gino und ich blödeln, um die Situation zu entspannen und es wird in der Folge sehr viel gelacht. Die ganze Verwandtschaft soll stolz sein auf ihr Jüngsten.
Am Abend lade ich Madhan und Giri mit ihren Familien und Verwandtschaft zum Nachtessen ein. Die Kosten sind mit CHF 32 sehr tief und sollen das Lohn und Preisniveau illustrieren.
Fundraisinganlässe im Dreaming Tree