Indian Night 2017

Indian-Night

AVS Indian Night

Samstag, 23.9.2017, 18.30 – 22 Uhr
Strickhof in Winterthur, Riedhofstr. 62

Programm

  • Apéro und Begrüssung
  • Bild-Präsentation von Madhan MohanSchul- und Projektleiter der AVS
  • reichhaltiges indisches Buffet
  • Vorstellen des AVS Bildungsgutscheins
  • Vorführung des neuen Filmes über die Projekte
  • Kaffee und Dessert

Wir freuen uns auf Ihren Besuch!


Die Indian Night ist ein festlicher Abend mit Informationen zur Arunachala Village School und dem Sarasvathi Children’s Village.

Wir bitten Sie, die Schule und das Kinderdorf per Kollekte zu unterstützen.

 

Anreise mit ÖV:
Ab HB Winterthur: Bus Nr. 2, Richtung Wülflingen, Haltestelle Schloss
Den Wegweisern „Indian Night“ folgen, 3 Min. Fussmarsch.

 Anreise mit PW:
Autobahnausfahrt Wülflingen, Wegweiser “Strassenverkehrsamt“,
Wegweiser “Indian Night“ / “Strickhof“ folgen. Genügend Parkplätze auf dem Areal.

Anmeldung bis 17. September 2017 


Bitte diese Felder * ausfüllen.

First Camp Night ever @ Arunachala Village School

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In den letzten Tagen laufen die Vorbereitungen für die „Camp Night“ heiss. Heute Abend werden in der Arunachala Village School zum ersten Mal Campingzelte aufgestellt. Was für ein Ereignis!

Da wir nicht genug Zelte haben, um diesen Anlass mit allen 210 Kindern durchzuführen, dürfen die Fünftklässler Versuchskaninchen spielen und so trommeln wir sie an einem Nachmittag zusammen und stellen mit ihnen gemeinsam die Zelte auf.

Zuerst erklären Nora und ich anhand eines Zeltes, wie man dieses aufstellt. Die Kinder hören und sehen uns aufmerksam zu. Danach wird die Klasse in zwei Gruppen à je 15 Kindern aufgeteilt. Es ist erstaunlich wie schnell die Kleinen begreifen wie das alles funktioniert und das obwohl sie alle noch nie ein Zelt gesehen haben! Innert weniger Minuten steht das Zelt auf dem Platz. Die Freude ist gross! Alle drängen sich um das interessante Objekt und bestaunen es von allen Seiten. Natürlich will auch sofort erkundet werden, wie es denn da drinnen ist. Sage und schreibe 26 Kinder passen in das 4er-Zelt! Was für ein Gaudi! Nur ein paar schüchterne stehen noch draussen bei uns und den Lehrerinnen und trauen der Sache noch nicht so ganz.

Natürlich kann dieser Abend nicht ohne ein Lagerfeuer und Schlagenbrot über die Bühne gehen. Die Zutaten für das Schlangenbrot haben wir schon einen Tag vorher besorgt und so fahren Nora und ich zusammen mit der Schulleiterin (head mistress) und dem Fahrer in die Stadt, um noch etwas Gemüse zu kaufen. Ausserdem brauchen wir noch Tandoori Sticks, damit wir das Schlangenbrot über dem Feuer backen können.

Als um 1610 Uhr die Schule zu Ende ist, sind Nora und ich gerade dabei den Schlangenbrotteig, welchen wir nur mit der rechten Hand kneten dürfen, fertigzustellen. Wir werden dabei von den Kindern wie auch den Lehrern beäugt. Die Fünftklässler sind schon ganz aufgeregt und wollen endlich ihre Zelte aufstellen. So stellen wir alles bereit und legen los. Mit ein bisschen Hilfe hier und dort schaffen wir es relativ schnell alle 8 Zelte aufzustellen.

Kaum ist ein Zelt bezugsbereit, schmeissen die Kinder ihre Rucksäcke ins Zelt und geniessen das ganze Spektakel. Es ist wirklich eine Freude die strahlenden Kinderaugen zu sehen.Nachher wird gespielt. Wir spielen unter anderem Fangis und Blinde Kuh. Obwohl alle durcheinander schreien, wir nichts davon verstehen und ein riesen Gewusel stattfindet, krümmen wir uns vor Lachen, weil es wahnsinnig Spass macht mit den Kindern herumzutollen.

Bald ist es Zeit das Schlangenbrot auf die Tandoorispiesse zu wickeln und übers Feuer zu halten. Nora nimmt sich dieser schwierigen Aufgabe an. Es stellt sich heraus, dass der Teig nicht richtig an den Spiessen klebt und deshalb immer im Feuer landet und somit nicht mehr essbar ist. Jetzt muss schnell ein Plan B her. Die Haushaltmannschaft (care takers) funktioniert unser Schlangenbrot kurzerhand in ein Chapati (indisches Fladenbrot) um. Wir nennen es Swiss-Chapati, weil es Hefe drin hat, was nicht allen schmeckt…! Dazu gibt es Sambar (südindische Sauce auf Basis von Linsen und Tamarinde), was extrem gut schmeckt.

Danach wird wieder herumgerannt, gelacht, getanzt und gesungen. Die Lebensfreude all dieser Menschen (Kinder, Lehrerinnen, Haushaltmannschaft) vibriert förmlich in der Luft. Bald kriechen einige Kinder ins Zelt. Einige, weil sie tatsächlich müde sind, andere, weil sie das Campinggefühl so richtig auskosten wollen. Leider ist es ihnen vergönnt die ganze Nacht unter freiem Himmel zu verbringen, denn kurz vor Mitternacht prasselt ein heftiger Monsoonregen über der Gegend nieder. Wir müssen die Kinder wecken und sie in die Schulzimmer verfrachten, wo sie geschützt und trocken weiter schlafen können.

Wir selber bespritzen uns gegenseitig mit Wasser und tanzen noch eine Weile im Regen, bevor wir uns ins Lehrerzimmer verkriechen und die Nacht auf einer Matte am Boden verbringen.

Am nächsten Morgen sind sich alle einig. Es war ein phänomenaler Abend! Die Fünftklässler, die Lehrerinnen, die Hausmannschaft und nicht zuletzt natürlich auch wir sind glücklich über die gelungene ‚Camp Night‘ und die Viertklässler warten sehnsüchtig darauf die nächsten zu sein, die so einen Abend erleben dürfen!

Wilma Felix, Volontärin AVS